18.02.2016 Exkursion nach Münsterschwarzach, Benediktiner Abtei

                       Besuch der Abteibibliothek

Im Eingangsbereich der Bibliothek

sind in Vitrinen kunstvolle, zum Teil mit Elfenbein verzierte, Gebetbücher aus alter Zeit ausgestellt.

                                   Gebetbuecher 1

Weitere Vitrinen enthalten sakrale Handschriften und Bücher in für uns exotischen Schriften wie Chinesisch, Arabisch, Japanisch und viele mehr. Kunstvolle Einbände dieser Handschriften zeigen den Besitznachweis der Abtei (oft die einzige Möglichkeit für die Datierung): CMS z.B.: steht für Closter (alte Schreibweise)Münster Schwarzach und auch die Heilige Felicitas mit ihren sieben Kindern als Deckelprägung, die von einem berühmten Buchbinder in Schweinfurt gefertigt wurden, ist typisch für Bücher, die in alter Zeit in der Abtei entstanden.

 

                                                        Schwarzach Alte Buecher 4

                                                       Alte Handschriften

Ein Regal an der Stirnseite enthält die Werke zur Hagiografie

 

                                                          Schwazach Hagiografie

                                                            Hagiografie

                                                            (griech. Darstellung des Lebens von Heiligen und wissenschaftliche Erforschung dieser Darstellungen)

Magazin

Wenige Schritte über eine Verbindungsbrücke führen in die fast grenzenlose Vielfalt der Bücher. Die besondere Atmosphäre mit diesem typischen „Büchergeruch“ lässt den Wunsch aufkommen, hier mal Stunden verbringen zu dürfen. Deckenhohe nüchterne Stahlregale beherbergen auch hier „Schätze“ wie riesige Atlanten aus früheren Zeiten, Karten aller Art, Reiseführer aus vergangenen und neuen Zeiten, sowie Kirchenbildbändchen in der umfangreichen Geografieabteilung. Ebenfalls stark vertreten sind auch die Bereiche Geschichte, Kunst, Philosophie. Etwas weniger bekannte Themenkreise wie z.B. Homiletik(griech. Predigtlehre), Katechetik (griech. Lehre von der Kunst des mündlichen, (religiösen) Unterrichts), Patrologie (griech.Teil der historisch-dogmatischen Theologie,der sich mit den Schriften der Kirchenväter befasst) und Periodika (z. B.: komplette Taschenbuchreihen) finden sich ebenfalls in großer Vielfalt.

 

                                                         Schwarzach Magazin 1

Im Arbeitsbereich

befindet sich ein umfangreicher Bibliothekskatalog.

Bücher müssen über Schlagworte und oder Autor im Katalog aufgesucht werden. Mit der dort verzeichneten Signatur findet man dann leicht zum Standort.

Die Regale bilden einige abgeschlossene Bereiche, die jeweils mit einem Schreibtisch ausgestattet sind und ruhiges Arbeiten ermöglichen.

Überschriften wie Ordensgeschichte, Heilige Schrift, Universaltheologie oder Aszetik(griech. Wissenschaftliche Erforschung der Askese; Disziplin der Theologie) kennzeichnen einzelne Bereiche.

Zahlreiche Zeitschriften, Neuerwerbungen, Neuerfassungen sind übersichtlich platziert.

Das „Schatzkästchen“...

Der Blick wird sofort von einer Inkunabel (Wiegendruck) aus dem Mittelalter gefangen genommen. Stabile Eichenholzplanken mit Leder- und Eisenbeschlägen mit deutlichen Gebrauchsspuren schützen die Pergamentseiten (feine Ziegenhäute), auf denen reich verzierte Anfangsbuchstaben, feinere Buchstaben und Noten zu sehen sind.

Dieses Messbuch mit lateinischen Texten lag vor uns wie vor vielen hundert Jahren vor den Geistlichen beim Lesen der Messe.

Größe der Seiten ca. 60x60cm, Gewicht? Schwer!!!

 

                      Schwarzach

                     Inkunabel

Das Gewicht einzelner Werke beträgt gut und gern 20-30kg.

Wunderschön ist die „Acta Sanctorum“, eine Legendensammlung über Märtyrer und Heilige.

Das Buch ist mit metallenen Schließen versehen, den inneren Deckel zieren Pergamentmakulaturen, den äußeren Deckel eine Metallplakette.

 

                                              Schwarzach1

                                              Alte Bücher

Ein  Psalterion (liturgisches Buch) ist so eng gebunden, dass es nur sehr vorsichtig ein wenig geöffnet werden kann, aber ein Blick hinein ist möglich.


Allgemein:

Nutzer/Leser sind in erster Linie die Mönche des Konvents, nur vereinzelt Lehrer und Schüler des Gymnasiums, Mitarbeiter der Abtei, Besucher des Gästehauses und einige Leser aus der Region. Überwiegend wird der Bestand zu Forschungszwecken genutzt.

Die Bibliothek umfasst heute ca. 300 000 Bände und ist damit die zweitgrößte Bibliothek in Unterfranken. Z. Zt. sind ca. 70 000 Bände im OPAC erfasst.

Der große Bestand ist zu wesentlichen Teilen aus Nachlässen zusammengekommen. Viele Bücher sind also antiquarisch. Nichts wird aussortiert, auch Mehrfachexemplare werden archiviert. Selbstverständlich wird der Bestand auch durch neue Bücher erweitert.

Details zur Geschichte der Bibliothek: hier

Erstaunlich die relativ wenigen Oberbegriffe ( ca. 25) in der Systematik , die allerdings durch zahlreiche Unterbegriffe ergänzt werden.

 

Zum guten Schluß...

Ein riesiges Dankeschön an die Bibliothekarin, Frau Fröschen, die die Besichtigung perfekt vorbereitet hatte, Altes wie Neues ausführlich und auch für die „Laien“ aus der Stadtbücherei Iphofen zu erklären wusste. Im Hinblick auf die 1275 Jahr Feier in Iphofen waren die ältesten Bücher und Handschriften natürlich besonders beeindruckend und ein „Highlight“ für unser Grüppchen.

                                                              SchwarzachGruppe3

                                                              Annemarie, Heidi, Gisela, Christine, Angelika, Ingrid

                                                              nicht im Bild: Bärbel, zwei Gäste

 

 

 

 

 

Ein fröhliches Grüppchen des Frauenbundes um Maria Scheller hatte sich eingefunden um sich über den aktuellen Stand der Bücherei zu informieren. Klotilde berichtete bei der Führung zunächst über die Geschichte der Einrichtung, die als katholische Bücherei ja schon eine lange Tradition hat.

Mit der Fertigstellung des Dienstleistungszentrums im Frühjahr 2015 hat sie sich zur beachtlichen Stadtbücherei mit einem ansehnlichen Bestand an Büchern, Filmen, Hörbüchern und Zeitschriften zum lebendigen Treffpunkt für jung und alt entwickelt.

Mit der erheblichen Ausweitung des Bestandes hat auch die neue Zeit Einzug gehalten. Alle Medien sind durch die EDV erfasst und können auch von zuhause über die Homepage der Bücherei ausgesucht, vorbestellt oder verlängert werden.

 

Frauenbund h1

 

Zur Abrundung des Besuchs gab es eine Kostprobe aus den Schätzen der Bücherei.

Im Veranstaltungsbereich trugen Gisela und Heidi einige Episoden aus der Geschichte des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint Exupéry vor. Die liebenswerte und tiefgründige, manchmal kindlich anmutende Unterhaltung des kleinen Prinzen mit dem Erzähler über Affenbrotbäume, Sonnenuntergänge, Schafe und Blumen, begleitet von den dazugehörigen Zeichnungen sorgte für Kurzweil und machte die Besucherinnen hier und da auch ein wenig nachdenklich.

 

Einweihungsfeier Philipp 024 bearbeitet

Foto: Klotilde Scheckenbach

Der Nachmittag fand bei Kaffee und Kuchen im Café Franzenbäck „gleich nebenan“ einen guten Ausklang.

Aufgeregtes fröhliches Kindergeplapper erfüllt schon eine gute Weile vor Beginn des Bilderbuchkinos im "Lebendigen Adventskalender" die Bücherei.

Dicht gedrängt warten ca. 60 kleine Zuschauer auf den Sitztreppen ungeduldig auf den Bilderbuchfilm "Der kleine Häwelmann".

Bilderbuchkinohome

Ulrike begrüßt Kinder, Eltern und Großeltern und als es dunkel wird, ist es mucksmäuschenstill.

Versorgt mit Popcorn lauschen die Kinder gebannt der Geschichte von einem kleinen Jungen, der nicht schlafen will. Aus einem Nachthemd macht sich der kleine Häwelmann ein Segel und schon beginnt seine fantastische Reise. Kopfüber und kopfunter umreist er in seinem rollenden Bettchen die Welt und kann nie genug bekommen. Er fährt durch Wald und Feld in den Himmel zum Mond zu den Sternen und erst die Sonne wirft ihn wieder auf die Erde. Die Geschichte und die wunderbar magischen Illustrationen von Henriette Sauvent verzaubern die Kinder.

Als es hell wird, tauchen die Kinder schweren Herzens aus der Fantasiewelt auf und finden Mama, Papa, Oma oder Opa für den Heimweg.

Theodor Storm schrieb 1849 das Märchen für seinen Sohn Hans.

 

 

Am 08. Dezember ist die Stadtbücherei "im Aussendienst" bei der Weihnachtsfeier des  Seniorenklubs.

Im festlich geschmückten und gut besuchten Saal des Rentamtes trägt Klotilde vom Team der Stadtbücherei St. Veit eine Weihnachtsgeschichte vor. Wilhelm Wolpert hat die Turbolenzen um ein Krippenspiel im Altenheim in fränkischer Mundart aufgeschrieben.

Die Bewohner sollen das Krippenspiel einstudieren, aber der eine will nicht Schäfer sein, weil er doch Elektromeister war, der nächste will das Sackgewand nicht anziehen, die Engel sind gar nicht so engelhaft gewesen im früheren Leben, der nächste kann nicht mehr gut sehen oder spielt das Lieblingslied "Komm lieber Mai und mache...".
Bei der Aufführung vergisst dann so mancher seinen Text oder rezitiert den falschen, was zu lustigen Verkürzungen und Veränderungen führt.
Am Ende loben Bürgermeister und Honoratioren lügend das Spiel.

Der humorige Text, perfekt in fränkischer Mundart von Klotilde vorgetragen, löst Geschmunzel und auch Lachen aus.

Klotilde

Ein ordentlicher Applaus belohnt die Vorleserin für ihre Mühe.

Umrahmt wurde die Weihnachtsgeschichte von Grußworten, festlicher Musik, den Kindergartenschmetterlingen und dem Nikolaus.

Festsaal

Weitere Geschichten von Wilhelm Wolpert in fränkischer Mundart hält die Bücherei bereit.

 

 

05./06.Dezember 2015 Weihnachtsmarkt in Iphofen

...und Premiere für die Weihnachtswaldbar der Stadtbücherei St. Veit.

Große Tannen - geschlagen und neu "gepflanzt" von Stadt und Forst - verwandelten den Innenhof zwischen Touristinfo und Stadtbücherei in einen heimeligen Weihnachtswald. Tagsüber spitzte die Sonne bei angenehm milden Temperaturen durch die Tannen, abends leuchteten Kerzen durch die Zweige und sorgten für Gemütlichkeit und viele zufriedene Besucher.

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Das Büchereiteam verzeichnete regen Zuspruch bei frisch gebackenen Waffeln, Glühwein und Kinderpunsch.

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Ebenso fand der Bücherflohmarkt wieder zahlreiche Liebhaber und so manches Buch bekam ein neues Zuhause.

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An beiden Markttagen konnten während der gesamten Öffnungszeit Bücher ausgeliehen werden. Mancher Besucher entdeckte nicht nur seine Liebe zur Literatur , sondern meldete sich auch gleich als Mitglied an.